Marketingbudget & Werbungskosten – wie viel?

Marketingbudget Werbungskosten

Als Klein- oder Einzelunternehmer ist dein Marketingbudget knapp bemessen. Du wirst daher bestrebt sein, deine Werbungskosten so gering wie möglich zu halten. Trotzdem gilt auch für deine Produkte oder Dienstleistungen: „Wer nicht wirbt, der stirbt.“ Daraus ergibt sich die Frage: Wie viel Marketingbudget und Werbungskosten musst du tatsächlich investieren?

Mach es wie die Schneekanonen: streue Werbung dann und dort, wo sie Sinn macht!

Schneekanonen sind präzise darauf ausgerichtet, ihr Produkt – den Schnee – dort zu verteilen, wo er gebraucht wird. Also nur auf den Pisten. Hinzu kommt, dass sie das nur dann tun, wenn der Kunde – der Skifahrer – ihn benötigt. Also nur im Winter. Eine klare Definition von Ort und Zeit deiner Werbung ist daher extrem wichtig. Denn dies ermöglicht, auch mit einem kleinen Marketingbudget gezielte und effiziente Werbung zu betreiben.

Zum Beispiel: Du betreibst einen Hausmeister-Service

Um mehr Kunden auf dich aufmerksam zu machen, entschließt du dich zu einem auffälligen Inserat in einer lokalen Zeitung. Deine Werbungskosten setzt du mit EURO 250,- fest. Damit ist auch dein Marketingbudget für das aktuelle Quartal ausgeschöpft. In Wort und Bild schilderst du deine zahlreichen Angebote und Serviceleistungen von Außenanlagen-Betreuung über Winterdienst bis hin zu Reinigungsarbeiten.  Das Inserat erscheint in der nächsten Ausgabe.

Nun stellt sich die Frage: Wann wird dein Inserat von wem gelesen?

Werbungskosten – die Hälfte davon ist sinnlos – fragt sich nur welche

Ein Fehler, der leider allzu oft dazu führt, dass Werbungskosten ins Nirwana verpuffen ist: zu viel auf einmal. Ein kleines Marketingbudget verleitet sehr schnell zu dazu, so viel wie möglich mit so wenig wie möglich erreichen zu wollen. Daraus entsteht die sogenannte „Eier legende Woll-Milch-Sau“.  Um auf unser konkretes Beispiel zurück zu kommen, macht es keinen Sinn, Schneeräumung im Juni zu inserieren. Denn bis sie gebraucht wird, ist die Information schon längst vergessen. Das heißt, dass die Werbungskosten für die Wortanzahl, die sich auf Winter bezieht, im Sommer herausgeworfenes Geld sind. Umgekehrt gilt dies natürlich auch für Werbungskosten, die im Winter Gartenarbeit bewerben.

So einleuchtend dies auch klingen mag, der Fehler passiert leider in 80% aller Werbemaßnahmen. Der Grund dafür ist nicht ein zu geringes Marketingbudget. Es wird schlichtweg nicht effizient eingesetzt.

5 Tipps wie du mit einem kleinen Marketingbudget mehr erreichst

1.) Fokussiere Produkt, Zeit und Ort deiner Werbung

Bleiben wir bei unserem Hausmeister, seinem Inserat und dem Marketingbudget von EURO 250,-. Mit den gleichen Werbungskosten kann er gezielt zur richtigen Jahreszeit einen entsprechenden Service anbieten. Diesen bewirbt er in einer Zeitschrift, die sich speziell an Hausverwaltungen oder Hausgemeinschaften richtet.

Bewerbe zur richtigen Zeit, das passende Produkt.

2.) Recherchiere wer dein potentieller Kunde ist

Niemand kennt dein Produkt oder deine Dienstleistung besser als du selbst. Somit weißt du auch, für welchen Kundentyp es einen Mehrwert und einen Nutzen bietet. Nun gilt es herauszufinden, wo sich dieser Typ von Kunde aufhält. Es kann schon sein, dass der eine oder andere Villenbesitzer sich einen Hausmeister leistet. Deswegen in einem teuren Hochglanzmagazin für Architekten zu werben, macht jedoch trotzdem keinen Sinn. Genauso wenig erfolgreich würde eine Postwurfsendung „an einen Haushalt“ sein.

Werbe nur dort, wo dein Kunde ist.

3.) Zeit ist Geld

Wenn du deine Werbungskosten gering halten musst, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als Zeit zu investieren. Im Prinzip kann gezielte Werbung auch völlig kostenlos sein.

Liest du gerade diesen Text? Dann liest du gerade meine Werbung für meine Marketing Agentur. Sie hat für mich keine zusätzlichen Ausgaben verursacht. Denn die Kosten für das Betreiben meiner Webseite sind sowieso vorhanden. Was ich investiere, ist die Zeit, um diesen Blog zu schreiben. Diese Zeit hast du nicht – kein Problem, dafür bin ja ich da.

Online Werbung kostet Zeit, aber nicht unbedingt Geld.

4.) Verhandle – deine Kunden tun es auch

Geht da noch ein Bisschen was? Bist du je auf die Idee gekommen, diese Frage einem Medienberater zu stellen, der dir ein Inserat verkaufen will? Nein! Dann wird es aber Zeit. Wenn du aus deinem Marketingbudget so viel wie möglich raus holen willst, dann solltest du dich vor dieser Frage nicht scheuen. Der Preis für dein Inserat wird sich vielleicht nicht reduzieren, aber die eine oder andere Zusatzleistung kann durchaus drin sein. Vielleicht kannst du noch ein zweites Bild platzieren, oder die Headline farbig gestalten.

Hole das Maximum aus deinem Marketingbudget raus.

5.) Erst denken, dann handeln

Wenn die Umsätze zurück gehen und die Kunden ausbleiben, dann verleitet das nicht selten zu werbetechnischen Verzweiflungstaten. Daher ist es in einer solchen Situation extrem wichtig, das sowieso schon knappe Budget mit maximaler Effizienz einzusetzen. Manchmal ist der Spielraum für Werbungskosten gleich Null. Doch gerade jetzt, wäre Werbung vielleicht die letzte Rettung. Selbst wenn die Lage nicht ganz so dramatisch ist, wollen wir alle sorgsam mit unseren finanziellen Ressourcen umgehen.

Dabei hilft eine gute Vorbereitung und Planung deiner Werbekampagne. Umso sorgfältiger du im Vorfeld die Zielgruppe, das geeignete Medium, Inhalt und Zeitpunkt bestimmst, umso näher kommst du einer Punktlandung.

Eine gute Vorbereitung steigert die Effizienz.

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